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Herzlich willkommen auf der Website des a.a.a. e.V.

Wir sind ein gemeinnütziger Verein. Seit 1971 bieten wir Initiativen für Menschen mit Ein- und Zuwanderungshintergrund an. Wir treten für ein gleichberechtigtes Miteinander von Menschen in Regensburg ein. Für Gleichberechtigung einzutreten bedeutet, Diskriminierungen aller Art und besonders Rassismus zu bekämpfen.

Viel Spaß beim Stöbern und Informieren!

Regensburg, 20.05.2021

Pressemitteilung

Wir, der a. a. a. Arbeitskreis für ausländische Arbeitnehmer – Initiativen für Menschen mit Ein- und
Zuwanderungshintergrund e.V. nehmen hiermit Stellung bezüglich der (AG) Straßenumbenennung
der „Drei-M*-Straße“.

In jüngster Vergangenheit arbeiteten wir mit der AG Straßenumbenennung sowie dem
Integrationsbeirat zusammen. Wir sind Gründungsmitglied der Sozialen Initiativen e.V., Mitglied im
Integrationsbeirat und dürfen selbst auf eine fünfzigjährige Geschichte in Regensburg
zurückblicken. In dieser Zeit haben sich die Mitglieder und Mitarbeiter_innen unseres Vereins stets
darum bemüht sich am Kampf gegen Rassismus zu beteiligen. Das nannte sich einmal
Ausländerpädagogik, dann interkulturelle Pädagogik, dann Antirassismus und nun sind es Begriffe
wie Dekolonialisierung und Rassismuskritik, die wir uns aneignen und verstehen müssen.
Dieser Prozess ist immer wieder mit Schwierigkeiten und Widerständen verbunden. Bei uns
arbeiten und wirken sehr viele weiße Menschen verschiedenen Alters. Es gab und gibt auch bei uns
im Verein Menschen, die sich stark verteidigten und sich extrem angegriffen fühlten, wenn das
Gespräch um das nicht mehr Verwenden des N*- und M*-Worts geht. Abgesehen von diesem Wort
ist es auch für jede_n Mitarbeiter_in immer wieder schmerzlich zu realisieren, welche rassistischen
Vorstellungen man selbst hat oder wenn wir uns peinlich berührt daran zurückerinnern, wie wir
noch vor drei, fünf, zehn oder fünfzig Jahren agiert haben. Es handelt sich dabei um einen Schritt in
der eigenen Persönlichkeitsentwicklung den sich jede_r zutrauen darf.

Jedoch ist Rassismus kein alleiniges Problem von Individuen und kann so nicht einfach auf der
persönlichen Ebene aufgelöst werden. Es handelt sich um ein strukturelles Problem, zum Beispiel in
Form von „un-beliebten“ Straßennamen. Somit können persönliche Vorlieben, Interpretationen und
vermeintlich positive Deutungen von bspw. dem M*-Begriff, weder dessen historische Verankerung
in einem kolonial-rassistischem Diskurs revidieren, noch ändert es etwas an der verletzenden
Wirkung auf Betroffene. Eine siebzehnjährige Schülerin aus Regensburg, die selbst von diesem
Rassismus betroffen ist, macht Folgendes: Sie sucht sich Verbündete, sie sagt was ist. Diese junge
Frau stößt mit ihrem Anliegen auf verletzte Egos von Erwachsenen, die ihr unserer Meinung nach
eigentlich solidarisch begegnen sollten. Auch der Vorstand der Sozialen Initiativen sollte ein
Verbündeter für dieses Ansinnen sein. Seiner Einschätzung bezüglich der Verwendung des M*-
Begriffs, wie sie im MZ-Artikel vom 01.04. beschrieben ist, können wir nicht zustimmen.
Statements wie dieses führen dazu, dass die immense Bedeutung dieser Sache untergraben wird.

Die AG Straßenumbenennung hat ein konkretes Ziel für Regensburg, dessen Erreichung nicht
unrealistisch ist. Weltweit kommt es zu Umbenennungen von Straßen und Plätzen, es wird über
Reparationszahlungen diskutiert und nach und nach kommt ein Verständnis für die Problematiken
der wirtschaftlichen und sozialen Folgen des Kolonialismus in der Öffentlichkeit an. Es handelt sich
um einen unaufhaltsamen gesellschaftlichen Prozess, in dem neben jeder und jedem Einzelnen, jede
Organisation, jeder Ausschuss, jede Eisdiele, jedes Café und jedes Hotel für sich entscheiden muss,
auf welcher Seite der Geschichte sie sich selbst rückblickend erkennen wollen.

Wir als a.a.a. e.V. haben erfahren, dass es beim Abhängen von Plakaten, welche in Zusammenarbeit
mit uns im Rahmen der Woche gegen Rassismus aufgehängt wurden, zu verbalen und körperlichen
Übergriffen auf Mitglieder der AG kam. Als Begründung für diesen Angriff wurde in der
Mittelbayerischen Zeitung von Beteiligten aufgeführt, dass dies geschah, weil Aufkleber geklebt
wurden und dass sich Leute beleidigt haben. Letztendlich kam es sogar zu Anzeigen. Es macht
deutlich, welche “existenzielle“ und „emotionale“ Bedeutung dieses Thema für verschiedene
Menschen hat. Letztlich drückt es aus, dass es sich hierbei um ein persönliches
Entwicklungspotential handelt, das auf einer Seite erst noch ein schmerzhaftes Auseinandersetzen
mit den individuellen rassistischen Überzeugungen erfordert. Dies ändert nichts daran, dass der
Name der Drei-M*-Straße abzulehnen ist und möglichst bald eine Neubenennung erforderlich ist.

Wir möchten hiermit noch einmal deutlich machen, dass wir weiterhin die AG
Straßenumbenennung in ihrem Ziel, die Drei-M*-Straße umzubenennen, unterstützen. Und wir
möchten uns abschließend auf die Aussage von Frau Sperb in ihrem MZ-Artikel vom 01.04.2021
beziehen, dass man Geschichte nicht löschen könne, nur überschreiben. Lasst uns diesen
Straßennamen überschreiben!

a.a.a. e.V. Regensburg am 20.05.2021

Regensburg, 20.03.2021

Nun hängen seit knapp einer Woche die Plakate der Aktion “SAY THEIR NAMES” und zum wiederholten Male wurden Bilder, die zum Gedenken an Fatih Saraçoğlu am Neupfarrplatz aufgehängt wurden, abgerissen oder gar mit rechten Stickern beklebt. Das lassen wir so nicht stehen.

Hierzu eine gemeinsame Pressemitteilung von uns, dem IKS und dem Integrationsbeirat: “Anzeige gegen rechte Angriffe auf Kunstaktion SAY THEIR NAMES im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus”

Regensburg, 03.03.2021

Solidarität. Grenzenlos.

Internationale Wochen Gegen Rassismus 2021

Hiermit möchten wir auf das diesjährige Programm der Internationalen Wochen gegen Rassismus vom 15.-28.3. hinweisen und herzlich dazu einladen. Es finden zahlreiche Veranstaltungen in unterschiedlichen Formaten – digital oder in Präsenz – statt. Hier geht’s zum Programm.

SAY THEIR NAMES – temporäre Straßenumbenennung im Regensburger Stadtgebiet

Als Verein haben wir die Plakat-Aktion “SAY THEIR NAMES” mit organisiert. Die Auftaktveranstaltung findet am 15.03. um 19:00 Uhr via Zoom statt (siehe Programm).

Mit der Aktion SAY THEIR NAMES erinnern wir an Persönlichkeiten, die gegen Rassismus ankämpften, von Rassismus betroffen sind oder durch die rassistische Kontinuität in Deutschland ihr Leben verloren haben. Sie sollen in der Stadt an öffentlichen Plätzen und Straßen präsent gemacht werden.

“Hinter SAY THEIR NAMES stehen Persönlichkeiten, Geschichten und Schicksale. Jeder einzelne Name in dieser Aktion bezeugt mit seiner Geschichte die Relevanz des gemeinsamen Kampfes gegen Rassismus. Dennoch erzählen die unterschiedlichen Biographien, die wir bei SAY THEIR NAMES vorstellen von ganz verschiedenen Regensburger Lebenswegen, von der starken und widerständigen Antirassismuskämpferin, dem Kind, das die Grenzen nach Regensburg nicht überwindet oder dem jungen Menschen, der an Behörden zerbricht.
SAY THEIR NAMES bedeutet, dass betroffene Personen dringend gehört werden müssen. Und wie können sie letztlich dauerhafter im Gedächtnis bleiben als in Form von täglich gebrauchten Namen von Straßen und Plätzen? Warum nicht starke Persönlichkeiten im Kampf gegen Rassismus im Austausch gegen koloniale Termini und Generäle? Wir können mit der Aktion nur ein paar Namen stellvertretend für eine Vielzahl von Personen nennen. Sagt ihre Namen, erzählt ihre Geschichten und vergesst nicht!”

Regensburg, 15.02.2021

Liebe Leser_innen,

hiermit teilen wir den Aufruf des IKS und der Wahlliste “Mosaik” zur Gedenk-Kundgebung anlässlich des Jahrestages der rassistischen Morde in Hanau am 19.02. Wir schließen uns ebenfalls der “Anklage” an.

Aufruf:

Liebe Freund_innen und Genoss_innen,

wir als IKS veranstalten gemeinsam mit der Wahlliste für den Integrationsbeirat “Mosaik” am Freitag, den 19.02., eine Gedenkkundgebung anlässlich des Jahrestages der rassitischen Morde in Hanau. Die Kundgebung findet um 17 Uhr am Neupfarrplatz statt.

Bei dieser Kundgebung ist es uns ein großes Anliegen die Betroffenen zu Wort kommen zu lassen. Deshalb werden wir Audiobeiträge, evtl. auch Filmbeiträge von Angehörigen und Überlebenden einspielen.

Wir wollen an diesem Tag mit ihnen gemeinsam trauern.

Und wir schließen uns ihrer Anklage an:

“Wir sprechen über das Versagen der Behörden vor, während und nach der Tat, über die Schwerfälligkeit der Ämter bei der Unterstützung und Hilfe, und selbst beim Erkennen gravierendster Probleme – die Kälte der Bürokratie. Wir sprechen über das unverzeihliche Fehlverhalten der Sicherheitskräfte in der Tatnacht, über die Unwilligkeit und Schludrigkeit von Staatsanwaltschaft und Polizei bei den Ermittlungen, bei der Verfolgung von Spuren, bei dem Ernstnehmen neuer Bedrohungslagen, bei unserem Schutz. Wir sprechen über die wiederkehrenden Respektlosigkeiten und herabwürdigenden Gesten von Beamt:innen, Vertreter:innen von Behörden und Polizei gegenüber Angehörigen und Überlebenden und selbst gegenüber den Toten. Wir sprechen über den Normalzustand von institutionellem Rassismus.”

Solidarische Grüße

IKS

Regensburg, 28.05.2020

Stellungnahme zu Covid 19 Infektionen und Lagerunterbringung – 28. Mai 2020

Seit Jahren lautet die Forderung nach dem Ende der Lagerunterbringung Geflüchteter gleich. Mit Einführung der ANKER-Zentren ist die Lagerunterbringung aber ausgeweitet statt verringert worden. Die Problematiken erstrecken sich über Kindeswohl, psychische Gesundheit, fehlende Privatsphäre und Enge hin zu Mehrbettunterbringung, Versorgung in Gemeinschaftsküchen, gemeinsame Sanitäranlagen usw.

Aktuell haben die Folgen von Lagerunterbringung mit den Masseninfektionen von Covid 19 einen neuen Höhepunkt erreicht. Früher oder später war dies unter den bestehenden Zuständen unausweichlich und leider bisher kein Motivator die Lager zu schließen. Dennoch möchten wir dringend an die Entscheidungsträger_innen appellieren die Lagerunterbringung zu beenden. Deutlicher kann diese Notwendigkeit nicht werden. Wir fordern die Schließung aller Lager und Unterbringung in Hotels, Wohnungen und anderen Einzel- oder Familienzimmer.

Die Lagerpflicht gilt zwar nicht für alle Menschen, die in den Gemeinschaftsunterkünften leben, aber aufgrund mangelndem bezahlbarem Wohnraums sind sie weiter „gezwungen“ dort wohnen zu bleiben. Deshalb muss eine weiter Forderung sein, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Es zeigt sich, dass die Wohnungspolitik der letzten Jahre in Regensburg nicht nur ignorant sondern konkret gefährden ist.

Neben der gesundheitlichen Lage werden im Zuge der Pandemie weitere Ungleichheiten verstärkt. Dabei möchten wir den Aspekt des Homeschoolings und der Quarantäne im Lager hervorheben. Seit über 10 Wochen bedeutet der Schulalltag für einen Großteil der Schüler_innen das Lernen von zu Hause aus. Für ein Auffangen des fehlenden Schulbesuchs und zusätzlicher Bildungsangebote, sind Ressourcen nötig, wie ausreichend häuslicher Raum, Ruhe, Zeit, technische Ausstattung, Sprachkenntnisse, schulische Fähigkeiten und psychische Belastbarkeit der Eltern. All dies gestaltet sich für Menschen in prekären Lebenslagen, mit geringem oder keinem Einkommen und fehlendem Zugang zu all diesen Ressourcen besonders herausfordernd, wenn nicht gar unmöglich. Zu dritt oder viert in einem Raum kann nicht in Ruhe Hausaufgaben gemacht werden.Mit fehlendem Internetzugang bzw. ohne ausreichend Datenvolumen und W-Lan, können ergänzende schulische Angebote des Homeschoolings nicht genutzt werden.  Durch Infektion oder Quarantäne erhöht sich der Zeitraum, in dem unter diesen Umständen gelernt werden muss. Je Mehr Quarantäne, desto mehr Homeschooling unter widrigen Bedingungen.

Aber nicht nur Lernen, auch Spielen an kindgerechten Orten leidet darunter. Sammellager sind kein Ort zum Lernen, kein Ort zum Spielen, kein Ort Infektionen aus dem Weg zu gehen, kein sicherer Ort. Kein Ort für Kinder, kein Ort für Erwachsene, kein Ort für Niemand.

Wir fordern ein Ende der Lagerunterbringung!

Regensburg, Mai 2020

Bitte um Spende von Kinderbüchern

Der Schulausfall und die fehlenden Zusatzangebote der Betreuung und Förderung treffen viele Menschen mit Ein- und Zuwanderungshintergrund besonders hart. Für ein Auffangen des fehlenden Schulbesuches und zusätzlicher Bildungsangebote, sind Ressourcen nötig, wie ausreichend häuslicher Raum, Zeit, technische Ausstattung, Sprachkenntnisse, Wissen, schulische Fähigkeiten und psychische Belastbarkeit der Eltern. All dies gestaltet sich für Menschen in prekären Lebenslagen, mit geringem Einkommen und fehlendem Zugang zu all diesen Ressourcen besonders herausfordernd.

Um zu verhindern in der Zeit des Homeschoolings abgehängt zu werden, sind wir auch als Einrichtung gefragt, weiter Chancenungleichheit entgegen zu wirken. Aktuell bieten wir für die Kinder- und Jugendlichen, die an den Angeboten des a.a.a. e.V. teilnehmen, u.a. virtuelle Hausaufgabenbetreuung und Lernförderung sowie telefonische Beratung an.

Zuletzt fiel uns dabei auf, dass einige der von uns betreuten Kinder keine Kinderbücher zu Hause besitzen. Gerade in Zeiten von Covid-19 können Bücher nicht nur eine gute Gelegenheit zum Lernen der deutschen Sprache sein, sondern auch dazu dienen, die Zeit mit einem schönen Buch kurzweilig zu gestalten. Daher bitten wir um die Spende von Kinderbüchern für das Grundschulalter von 6-10 Jahren. Gerne bringen sie diese bei uns vorbei, wir sammeln diese und geben die Bücher direkt an die Kinder weiter. Wir bitten dabei nur gut erhaltene Kinderbücher, Lesebücher, Abenteuer- und Märchenbücher an uns weiter zu geben. Um das Infektionsrisiko möglichst gering zu halten, rufen Sie bitte vorher bei uns an 0157-32884214 oder senden uns eine E-Mail an info@aaa-regensburg.de

Regensburg, April 2020

Digitales Angebot

Die aktuelle Situation fordert eine Umgestaltung der gewöhnlichen Lehr- und Lernsituation. Ähnlich wie Schulen möchten auch wir alternative Möglichkeiten nutzen.  So bieten wir weiterhin Unterstützung für unsere Schüler_innen und deren Familien an.

Dies geschieht in Form von online Sprachtrainings, virtueller Hausaufgabensprechstunde für Kinder und Eltern sowie Eins-zu-Eins-Prüfungsvorbereitung und Nachhilfe über virtuelle Plattformen. Eine weitere unkomplizierte Beratungsmöglichkeit stellt das Telefon dar.

Durch digitale und telefonische Unterstützung sind wir weiter Ansprechpartner für unsere Teilnehmer_innen und beraten und begleiten sie beim Lernen.

Hier geht’s zur Pressemitteilung.

Regensburg, März 2020

Liebe Besucher_innen,

aufgrund der momentanten Situation findet auch bei uns kein regulärer Betrieb statt. Ihr könnt uns aber jederzeit per Email kontaktieren: info[at]aaa-regensburg.de

Informationen zum Coronavirus SARS-CoV2 und damit einhergehenden Maßnahmen in verschiedenen Sprachen im Rahmen des MiMi Projekts sind hier zu finden.

Weitere Informationen auf Englisch: https://handbookgermany.de/en/live/coronavirus.html

Alles Gute!

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