Hier finden Sie unsere letzten Berichte und Mitteilungen, u.a. Links zu Zeitungsartikeln und Stellungnahmen.
Der a.a.a. wünscht allen schöne Sommerferien. Die Abteilungen Schüler_innen und Familienhilfen sowie die Abteilung Jugendarbeit und Junge Erwachsene sind bis zum 15.09.2026 in der Sommerpause.
Schaut doch in unseren neuen Newsletter rein 🙂
Newsletter a.a.a. 2026 Ausgabe 7
Wir freuen uns endlich verkünden zu können, dass unser neues Projekt “Care Together” im Rahmen von SuPortA gestartet ist.
“Care Together“ ist eine neu gegründete psychosoziale Anlaufstelle für Menschen mit Fluchtgeschichte. Wir bieten psychologische Psychotherapie für Erwachsene sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie (ab drei Jahren), Sozialarbeiterische Einzelberatung als auch kreative und bewegungsorientierte Gruppenangebote zur Stabilisierung und Förderung der psychischen Gesundheit an. Dabei arbeiten wir mit Sprachmittler*innen zusammen.
Falls Sie Personen kennen, die unser Angebot wahrnehmen möchten, können Sie diese gerne ab jetzt anmelden. Dafür senden Sie bitte den ausgefüllten Anmeldebogen an caretogether@aaa-regensburg.de oder per Post an a.a.a. Regensburg e.V. Care Together (Burgweintigerstraße 30, 93055 Regensburg). Zudem unterstützen wir Personen auch gerne persönlich bei der Anmeldung immer Donnerstags von 9-12 Uhr.
Hier gibt es den Anmeldebogen + Datenschutzerklärung zum Download
Showtime – Wer bin ich? Was kann ich sein?
Hier findet sich ein Presseartikel zu unserem erfolgreichen Projekt SHOWTIME – Wer bin ich? Was kann ich sein?, welches in den Pfingstferien in Kooperation mit dem Jugend- und Familienzentrum Kontrast und der Stadtteilbücherei im Candis am Hohen Kreuz stattgefunden hat.
1971 – 1972 – 1973 von der Idee bis zum eingetragenen Verein…so sind nun schon 50 Jahre vergangen!
Stöbert doch auch mal in unserer Vereinsbroschüre:
Regensburg, 20.05.2021
Pressemitteilung
Wir, der a. a. a. Arbeitskreis für ausländische Arbeitnehmer – Initiativen für Menschen mit Ein- und Zuwanderungshintergrund e.V. nehmen hiermit Stellung bezüglich der (AG) Straßenumbenennung der „Drei-M*-Straße“. In jüngster Vergangenheit arbeiteten wir mit der AG Straßenumbenennung sowie dem Integrationsbeirat zusammen. Wir sind Gründungsmitglied der Sozialen Initiativen e.V., Mitglied im Integrationsbeirat und dürfen selbst auf eine fünfzigjährige Geschichte in Regensburg zurückblicken. In dieser Zeit haben sich die Mitglieder und Mitarbeiter_innen unseres Vereins stets darum bemüht sich am Kampf gegen Rassismus zu beteiligen. Das nannte sich einmal Ausländerpädagogik, dann interkulturelle Pädagogik, dann Antirassismus und nun sind es Begriffe wie Dekolonialisierung und Rassismuskritik, die wir uns aneignen und verstehen müssen. Dieser Prozess ist immer wieder mit Schwierigkeiten und Widerständen verbunden. Bei uns arbeiten und wirken sehr viele weiße Menschen verschiedenen Alters. Es gab und gibt auch bei uns im Verein Menschen, die sich stark verteidigten und sich extrem angegriffen fühlten, wenn das Gespräch um das nicht mehr Verwenden des N*- und M*-Worts geht. Abgesehen von diesem Wort ist es auch für jede_n Mitarbeiter_in immer wieder schmerzlich zu realisieren, welche rassistischen Vorstellungen man selbst hat oder wenn wir uns peinlich berührt daran zurückerinnern, wie wir noch vor drei, fünf, zehn oder fünfzig Jahren agiert haben. Es handelt sich dabei um einen Schritt in der eigenen Persönlichkeitsentwicklung den sich jede_r zutrauen darf. Jedoch ist Rassismus kein alleiniges Problem von Individuen und kann so nicht einfach auf der persönlichen Ebene aufgelöst werden. Es handelt sich um ein strukturelles Problem, zum Beispiel in Form von „un-beliebten“ Straßennamen. Somit können persönliche Vorlieben, Interpretationen und vermeintlich positive Deutungen von bspw. dem M*-Begriff, weder dessen historische Verankerung in einem kolonial-rassistischem Diskurs revidieren, noch ändert es etwas an der verletzenden Wirkung auf Betroffene. Eine siebzehnjährige Schülerin aus Regensburg, die selbst von diesem Rassismus betroffen ist, macht Folgendes: Sie sucht sich Verbündete, sie sagt was ist. Diese junge Frau stößt mit ihrem Anliegen auf verletzte Egos von Erwachsenen, die ihr unserer Meinung nach eigentlich solidarisch begegnen sollten. Auch der Vorstand der Sozialen Initiativen sollte ein Verbündeter für dieses Ansinnen sein. Seiner Einschätzung bezüglich der Verwendung des M*- Begriffs, wie sie im MZ-Artikel vom 01.04. beschrieben ist, können wir nicht zustimmen. Statements wie dieses führen dazu, dass die immense Bedeutung dieser Sache untergraben wird. Die AG Straßenumbenennung hat ein konkretes Ziel für Regensburg, dessen Erreichung nicht unrealistisch ist. Weltweit kommt es zu Umbenennungen von Straßen und Plätzen, es wird über Reparationszahlungen diskutiert und nach und nach kommt ein Verständnis für die Problematiken der wirtschaftlichen und sozialen Folgen des Kolonialismus in der Öffentlichkeit an. Es handelt sich um einen unaufhaltsamen gesellschaftlichen Prozess, in dem neben jeder und jedem Einzelnen, jede Organisation, jeder Ausschuss, jede Eisdiele, jedes Café und jedes Hotel für sich entscheiden muss, auf welcher Seite der Geschichte sie sich selbst rückblickend erkennen wollen. Wir als a.a.a. e.V. haben erfahren, dass es beim Abhängen von Plakaten, welche in Zusammenarbeit mit uns im Rahmen der Woche gegen Rassismus aufgehängt wurden, zu verbalen und körperlichen Übergriffen auf Mitglieder der AG kam. Als Begründung für diesen Angriff wurde in der Mittelbayerischen Zeitung von Beteiligten aufgeführt, dass dies geschah, weil Aufkleber geklebt wurden und dass sich Leute beleidigt haben. Letztendlich kam es sogar zu Anzeigen. Es macht deutlich, welche “existenzielle“ und „emotionale“ Bedeutung dieses Thema für verschiedene Menschen hat. Letztlich drückt es aus, dass es sich hierbei um ein persönliches Entwicklungspotential handelt, das auf einer Seite erst noch ein schmerzhaftes Auseinandersetzen mit den individuellen rassistischen Überzeugungen erfordert. Dies ändert nichts daran, dass der Name der Drei-M*-Straße abzulehnen ist und möglichst bald eine Neubenennung erforderlich ist. Wir möchten hiermit noch einmal deutlich machen, dass wir weiterhin die AG Straßenumbenennung in ihrem Ziel, die Drei-M*-Straße umzubenennen, unterstützen. Und wir möchten uns abschließend auf die Aussage von Frau Sperb in ihrem MZ-Artikel vom 01.04.2021 beziehen, dass man Geschichte nicht löschen könne, nur überschreiben. Lasst uns diesen Straßennamen überschreiben! a.a.a. e.V. Regensburg am 20.05.2021
Regensburg, 20.03.2021
Nun hängen seit knapp einer Woche die Plakate der Aktion “SAY THEIR NAMES” und zum wiederholten Male wurden Bilder, die zum Gedenken an Fatih Saraçoğlu am Neupfarrplatz aufgehängt wurden, abgerissen oder gar mit rechten Stickern beklebt. Das lassen wir so nicht stehen. Hierzu eine gemeinsame Pressemitteilung von uns, dem IKS und dem Integrationsbeirat: “Anzeige gegen rechte Angriffe auf Kunstaktion SAY THEIR NAMES im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus”
Regensburg, 15.02.2021
Liebe Leser_innen,
hiermit teilen wir den Aufruf des IKS und der Wahlliste “Mosaik” zur Gedenk-Kundgebung anlässlich des Jahrestages der rassistischen Morde in Hanau am 19.02. Wir schließen uns ebenfalls der “Anklage” an.
Aufruf:
Liebe Freund_innen und Genoss_innen,
wir als IKS veranstalten gemeinsam mit der Wahlliste für den Integrationsbeirat “Mosaik” am Freitag, den 19.02., eine Gedenkkundgebung anlässlich des Jahrestages der rassitischen Morde in Hanau. Die Kundgebung findet um 17 Uhr am Neupfarrplatz statt. Bei dieser Kundgebung ist es uns ein großes Anliegen die Betroffenen zu Wort kommen zu lassen. Deshalb werden wir Audiobeiträge, evtl. auch Filmbeiträge von Angehörigen und Überlebenden einspielen. Wir wollen an diesem Tag mit ihnen gemeinsam trauern. Und wir schließen uns ihrer Anklage an: “Wir sprechen über das Versagen der Behörden vor, während und nach der Tat, über die Schwerfälligkeit der Ämter bei der Unterstützung und Hilfe, und selbst beim Erkennen gravierendster Probleme – die Kälte der Bürokratie. Wir sprechen über das unverzeihliche Fehlverhalten der Sicherheitskräfte in der Tatnacht, über die Unwilligkeit und Schludrigkeit von Staatsanwaltschaft und Polizei bei den Ermittlungen, bei der Verfolgung von Spuren, bei dem Ernstnehmen neuer Bedrohungslagen, bei unserem Schutz. Wir sprechen über die wiederkehrenden Respektlosigkeiten und herabwürdigenden Gesten von Beamt:innen, Vertreter:innen von Behörden und Polizei gegenüber Angehörigen und Überlebenden und selbst gegenüber den Toten. Wir sprechen über den Normalzustand von institutionellem Rassismus.” Solidarische Grüße IKS
Regensburg, 28.05.2020
Stellungnahme zu Covid 19 Infektionen und Lagerunterbringung – 28. Mai 2020
Seit Jahren lautet die Forderung nach dem Ende der Lagerunterbringung Geflüchteter gleich. Mit Einführung der ANKER-Zentren ist die Lagerunterbringung aber ausgeweitet statt verringert worden. Die Problematiken erstrecken sich über Kindeswohl, psychische Gesundheit, fehlende Privatsphäre und Enge hin zu Mehrbettunterbringung, Versorgung in Gemeinschaftsküchen, gemeinsame Sanitäranlagen usw.
Aktuell haben die Folgen von Lagerunterbringung mit den Masseninfektionen von Covid 19 einen neuen Höhepunkt erreicht. Früher oder später war dies unter den bestehenden Zuständen unausweichlich und leider bisher kein Motivator die Lager zu schließen. Dennoch möchten wir dringend an die Entscheidungsträger_innen appellieren die Lagerunterbringung zu beenden. Deutlicher kann diese Notwendigkeit nicht werden. Wir fordern die Schließung aller Lager und Unterbringung in Hotels, Wohnungen und anderen Einzel- oder Familienzimmer.
Die Lagerpflicht gilt zwar nicht für alle Menschen, die in den Gemeinschaftsunterkünften leben, aber aufgrund mangelndem bezahlbarem Wohnraums sind sie weiter „gezwungen“ dort wohnen zu bleiben. Deshalb muss eine weiter Forderung sein, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Es zeigt sich, dass die Wohnungspolitik der letzten Jahre in Regensburg nicht nur ignorant sondern konkret gefährden ist.
Neben der gesundheitlichen Lage werden im Zuge der Pandemie weitere Ungleichheiten verstärkt. Dabei möchten wir den Aspekt des Homeschoolings und der Quarantäne im Lager hervorheben. Seit über 10 Wochen bedeutet der Schulalltag für einen Großteil der Schüler_innen das Lernen von zu Hause aus. Für ein Auffangen des fehlenden Schulbesuchs und zusätzlicher Bildungsangebote, sind Ressourcen nötig, wie ausreichend häuslicher Raum, Ruhe, Zeit, technische Ausstattung, Sprachkenntnisse, schulische Fähigkeiten und psychische Belastbarkeit der Eltern. All dies gestaltet sich für Menschen in prekären Lebenslagen, mit geringem oder keinem Einkommen und fehlendem Zugang zu all diesen Ressourcen besonders herausfordernd, wenn nicht gar unmöglich. Zu dritt oder viert in einem Raum kann nicht in Ruhe Hausaufgaben gemacht werden.Mit fehlendem Internetzugang bzw. ohne ausreichend Datenvolumen und W-Lan, können ergänzende schulische Angebote des Homeschoolings nicht genutzt werden. Durch Infektion oder Quarantäne erhöht sich der Zeitraum, in dem unter diesen Umständen gelernt werden muss. Je Mehr Quarantäne, desto mehr Homeschooling unter widrigen Bedingungen.
Aber nicht nur Lernen, auch Spielen an kindgerechten Orten leidet darunter. Sammellager sind kein Ort zum Lernen, kein Ort zum Spielen, kein Ort Infektionen aus dem Weg zu gehen, kein sicherer Ort. Kein Ort für Kinder, kein Ort für Erwachsene, kein Ort für Niemand.
Wir fordern ein Ende der Lagerunterbringung!
Regensburg, April 2020 Digitales Angebot Die aktuelle Situation fordert eine Umgestaltung der gewöhnlichen Lehr- und Lernsituation. Ähnlich wie Schulen möchten auch wir alternative Möglichkeiten nutzen. So bieten wir weiterhin Unterstützung für unsere Schüler_innen und deren Familien an. Dies geschieht in Form von online Sprachtrainings, virtueller Hausaufgabensprechstunde für Kinder und Eltern sowie Eins-zu-Eins-Prüfungsvorbereitung und Nachhilfe über virtuelle Plattformen. Eine weitere unkomplizierte Beratungsmöglichkeit stellt das Telefon dar. Durch digitale und telefonische Unterstützung sind wir weiter Ansprechpartner für unsere Teilnehmer_innen und beraten und begleiten sie beim Lernen. Hier geht’s zur Pressemitteilung.
Regensburg, März 2020 Liebe Besucher_innen, aufgrund der momentanten Situation findet auch bei uns kein regulärer Betrieb statt. Ihr könnt uns aber jederzeit per Email kontaktieren: info[at]aaa-regensburg.de Informationen zum Coronavirus SARS-CoV2 und damit einhergehenden Maßnahmen in verschiedenen Sprachen im Rahmen des MiMi Projekts sind hier zu finden. Weitere Informationen auf Englisch: https://handbookgermany.de/en/live/coronavirus.html Alles Gute!
